Es ist der Kommunismus, Dummkopf!

Von J. R. Nyquist, 14. 6. 2020

(Englischer Originalartikel hier. – Autorisierte deutsche Übersetzung: Der Kontemplative Beobachter.)

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Die ideologische Erosion der bürgerlichen Ordnung auf allen Ebenen – sei es der ökonomischen, politischen, kulturellen oder sozialen – wird der Initiierung direkter frontaler Angriffe auf den Staat vorausgehen. (Carl Boggs, Gramsci’s Marxism, S. 52.) 

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Professor Carl Boggs bewundert Antonio Gramsci.  Als Sozialist versteht Boggs, daß Gramscis Ideen vom „Prozeß“ der kommunistischen Revolution von der „kontinuierlichen und organischen Entwicklung der … unterdrückten Klassen …“ abhängen. Diese Entwicklung wird von „neuartigen Formen sozialer Partizipation“ angetrieben,  die „die Domäne des Egalitarismus und nicht-bürokratischer Formen sozialer Autorität …“ schrittweise erweitern.

Gegenwärtig fungiert Black Lives Matter als die „neuartige Form der Partizipation“, um „die Domäne des Egalitarismus“ zu erweitern. Die Vereinigten Staaten sind nun destabilisiert. Das kommunistische Spiel von „Teile und Herrsche“ hat seine vollentwickelte Stufe erreicht. Es gibt einen fortwährenden Zusammenbruch von Autorität, eine Einstellung gegenüber Recht und Ordnung, die jegliche Ernsthaftigkeit vermissen läßt, und ein Erlöschen des Patriotismus.

Der Tod von George Floyd ist als Katalysator benützt worden. Er war die Art von „Ereignis“, für das die obengenannte revolutionäre Formation (Black Lives Matter) geschaffen wurde. Nun ist Black Lives Matter zu einer eigenständigen Macht geworden.

Es ist nur der Unwissenheit der vielen und dem „Nebel des Krieges“ geschuldet, daß der beiläufige Beobachter ob der Urheberschaft am gegenwärtigen Aufstand zweifelt. Für jene, die kommunistische Taktik nicht studiert haben, warten weitere Schocks. Das bestehende politische System hat es nicht vermocht, die kritische Demarkationslinie zu verteidigen, und diese Linie zerfällt. Die Kommunisten sind dabei zu gewinnen.

Was die Sache noch schlimmer macht, haben die Generäle des US-Militärs ihre Neutralität signalisiert. General Mark Milley, Vorsitzender der Vereinigten Generalstabschefs, bezeichnete die Unruhen und den Vandalismus als eine „innenpolitische“ Angelegenheit. Indem er den Offizierseid als eine Verpflichtung gegenüber egalitären Werten mißrepräsentiert, ignoriert Milley seine Pflicht, die Verfassung „gegen alle äußeren und inneren Feinde“ zu verteidigen. Solange die Feinde der Nation egalitäre Lippenbekenntnisse ablegen, wird General Milley sie nicht als Feinde einstufen. Und so wurde grünes Licht gegeben. Die Revolutionäre können weiter so viele Gewalttaten begehen, wie sie wollen.

Bedenken sie die 1.500 beschädigten oder zerstörten Gebäude im Gebiet der Twin Cities von Minnesota. Amerikas Generäle sagen, dies sei Sache der Polizei – obgleich die Polizei von Minneapolis bald aufgelöst werden dürfte, zugunsten bewaffneter revolutionärer Banden (d.i., sogenannter gemeinschaftlicher Polizeiarbeit).

Senator Tom Cotton schrieb in seinem Gastkommentar in der New York Times vom 3. Juni: „Die Nation muß die Ordnung wiederherstellen. Das Militär steht bereit.“ Doch unsere militärische Führung war nicht bereit. Und die Herausgeber der New York Times, kritisiert wegen der Veröffentlichung von Cottons Artikel, baten ob ihrer Nachsicht für die „harte Ausdrucksweise“ des Senators um Entschuldigung. Die Herausgeber bestritten Cottons Behauptung, „linksradikale Kader“ stünden hinter den Unruhen, der Gewalt, den Plünderungen und dem Niederbrennen von Gebäuden. Vielmehr, so die Herausgeber der Times, „sind diese Anschuldigungen nicht erhärtet und werden weithin in Frage gestellt.“

Den Herausgebern zufolge hätte der Gastkommentar von Senator Cotton „weiterer substantieller Überarbeitung unterzogen … oder zurückgewiesen werden müssen.“ Herausgeber der New York Times zu sein ist in der Tat eine schwieriger Job. Ein solcher Herausgeber mag in der Lage sein nachzuweisen, daß die Sonne warm ist und Wasser naß, aber er ist außerstande, die Anwesenheit linker Aufrührer und Vandalen hinter der linken politischen Rhetorik und den linken Slogans festzumachen. War es Faulheit oder Inkompetenz, daß Times-Reporter sich nicht schon an Rundrufen linker Aktivisten für die Besorgung von Bolzenschneidern, Benzinkanistern und Streichhölzern beteiligt haben? (Ich kenne einen konservativen Journalisten, der solche Anrufe belauscht hat.) Und welche Theorie verfechten diese journalistischen Genies? – Daß die Meuten von Plünderern, in einer Stadt nach der anderen, aus schierer politischer Apathie gleichsam aus dem Nichts herbeigerufen wurden?

Die Leugnung der New York Times jeglicher kommunistischen Involvierung in die gegenwärtigen revolutionären Aktionen ist in sich selbst eine weitere Dimension der Revolution. Hier lehrt Amerikas „Leitmedium“ das Land, dem Kapitalismus – nicht dem Kommunismus – zu mißtrauen. Es ist uns nicht gestattet, die Linke zu beschuldigen. Alle Schuld wird dem systemischen weißen Rassismus angelastet; soll heißen: dem angeblichen Rassismus des kapitalistischen Systems.

Es ist uns nicht gestattet zu sagen, daß eine kommunistische Revolution begonnen hat. Es ist uns nicht gestattet zu sagen, daß marxistische Gruppen dabei sind, nach der Macht zu greifen; daß sie die Rassenfrage als Tarnung benützen, um „die Domäne des Egalitarismus zu erweitern“; daß das Plündern von Geschäften, das Einschlagen auf weiße Bürger und Polizeibeamte alles zu tun hat mit kommunistischer Vorherrschaft (und nichts mit guten Beziehungen zwischen den Rassen).

Für jene, die den Kommunismus studiert haben, die in kommunistischen Versammlungen gesessen sind, ist die Situation ganz und gar offensichtlich. Dennoch geben die Mainstream-Medien vor, es gebe keine Kommunisten. Sie geben vor, die Linke treffe keine Schuld. Unsere Generäle blinzeln den Aufrührern zu. Gouverneure und Bürgermeister opponieren gegen den Präsidenten und verhöhnen ihn. Die Kommunisten sind gegen jeglichen Gegenangriff immun, da sie die Position der egalitären Überlegenheit in der amerikanischen Politik an sich gerissen haben. Sie sind Gramscis Methode gefolgt.

Der kommunistische Umsturz unserer Kultur wurde durch die Feministinnen, die Abtreibungsbefürworter, die Normalisierung „illegaler Ausländer“, die Schwulenehe und durch Sympathie für Transgender beschleunigt. Und nun kommt er als der Feind der Polizei und der Verteidiger des Afroamerikaners daher. Jedes dieser „Anliegen“ ist, eins nach dem anderen, benützt worden, um die verlängerte Flanke der Zivilisation zu umgehen. Es ist genau, wie Boggs sagte: Die Revolution wird von „neuartigen Formen sozialer Partizipation“ angetrieben, welche die „Domäne des Egalitarismus und nicht-bürokratische Formen sozialer Autorität …“ schrittweise erweitern.

„Gramscis oberste Priorität,“ schrieb Boggs, „lag in der multidimensionalen Transformation der Zivilgesellschaft, worin er den ultimativen Schlüssel zum ‚Bewegungskrieg‘ sah, da es schon vor der Erlangung der Macht der politischen Hegemonie bedarf.“ Und hier sehen wir, wie politische Hegemonie, die einer Machtergreifung vorausgeht, in der Praxis funktioniert.

Gestern habe ich den berühmten Talk-Radio-Anrufer „Jimmy from Brooklyn“ interviewt, der ein Kommunismus-Experte ist. Jimmy erklärte die Bedeutung von Boggs Buch über Gramsci folgendermaßen: „Im wesentlichen müssen die Kommunisten eine große Anzahl von Menschen auf ihre Seite bringen, bevor sie die Macht ergreifen können.“

Jimmy zufolge würde ein kleiner Kader von Marxisten, der keine breite Unterstützung hat, Millionen von Menschen umerziehen und auch vernichten müssen, nachdem er an die Macht gekommen ist. Es ist deshalb besser, bereits im voraus aus so gut wie jedermann unwissentliche Marxisten zu machen. Wenn Menschen aus allen Richtungen linke Ideen akzeptiert haben, wenn sie nicht länger die Ideen ihrer Vorväter verstehen oder hochhalten, rückt die Revolution ohne nennenswerten Widerstand vor.

Die Kommunisten haben vor langer Zeit die strategische Entscheidung getroffen, die „Sache“ der Frauen, der Schwarzen und anderer Minderheiten zu vertreten. Die ganze Idee besteht darin, eine Mehrheit auf den Weg zu bringen, die in Opposition zum „weißen Patriarchat“ steht. Laut Jimmy ähnelt der Vorgang der Art und Weise, „wie ein Zuhälter ein junges Mädchen rekrutiert. Er zeigt ihr Sympathie. Er bietet ihr Hilfe an. Er hört zu, wie sie sich über ihren Vater beschwert. Sobald sie sieht, daß sie seine Führung braucht, beginnt sie, ihm zu gehorchen. Und bald wird sie zur Prostituierten.“

„Dies ist die wahre Natur von ‚Community Organizing‘,“ sagt Jimmy. „Sie bieten den Leuten auf lokaler Ebene echte Hilfe an. Aber diese Hilfe hat einen Preis.“ Nun bieten sie eine alternative Ordnung ohne Polizei an. „In diesem Prozeß gewinnen die Kommunisten,“ so Jimmy, „und die Konservativen sind zu dumm, um es zu begreifen.“

Um das Land zu retten, müssen wir beginnen, die Dinge beim Namen zu nennen. Wir können uns nicht vor der egalitären Rhetorik des Feindes fürchten. Wir dürfen ihnen nicht erlauben, uns einzuschüchtern. Wir müssen unsere eigene Sprache neu in Besitz nehmen. Wir müssen unseren Feind benennen. Wir müssen die Kommunisten identifizieren und ihre Aktivität bloßlegen. Sollten wir darin versagen, sind wir verloren.

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Weblinks:

Carl Boggs. Gramsci’s Marxism. London: Plato Press, 1976.

David Weinberg. The Lingering Cost of Rioting. Marketplace, Nov. 26, 2014. 

Jack Kelly. Cities Will See Citizens Flee, Fearing Continued Riots And The Reemergence Of Covid-19. Forbes, June 2, 2020.

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Democrat Trojan Horse

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© J. R. Nyquist 2020

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